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Über uns

Abenteuer Sibirien – Die Menschen hinter dem Projekt, seine Partner und Unterstützer sowie wissenswertes zu den Hintergründen

Wer wir sind und was wir machen!

Die Anfänge des Austauschprojektes gehen bis ins Jahr 2000 zurück und seitdem hat sich eine Menge getan. Es gab eine Vielzahl von Reisen mit verschiedenen Teilnehmer_innen, wechselnden inhaltlichen Schwerpunkten und unvergesslichen Erinnerungen. Doch eines hat sich nie verändert: Die Begeisterung und das Engagement der Menschen die das Projekt begleiten, und seit nunmehr über 10 Jahren den Geist des Jugendaustausches maßgeblich prägen und somit für den Fortbestand einstehen. Näheres hierzu sowie zu den Anfängen und der Geschichte des Jugend- und Kulturaustausches findet ihr unter der Rubrik Historie.

Den Kern des Projektes bildet der interkulturelle Austausch mit jungen Menschen aus Jugra, einer Region des Chanty-Mansischen Autonomen Distriktes in Westsibirien (CHMAO). Diese Begegnungen umfassen dabei sowohl Reisen ins westsibirische Tiefland jenseits des Uralgebirges als auch Gegenbesuche in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Das Besondere daran ist, die selbstgesteuerte Organisation und Durchführung des Austausches durch die Teilnehmer_innen. Dies umfasst mit der Beantragung und Abrechnung der Fördermittel über die konkrete Planung bis hin zur inhaltlichen Füllung das komplette Spektrum einer solchen Unternehmung. Wir können dabei auf ein breites Netzwerk aus aktiven und ehemaligen Teilnehme_innen zurückgreifen und erhalten darüber hinaus Unterstützung von verschiedenen Einrichtungen und Partnerorganisationen in Deutschland und Russland.

Hintergrund zur Partnerregion:

Das Chanty-Mansische Autonome Gebiet (CHMAO) befindet sich östlich des Uralgebirges in der westsibirischen Tiefebene. Die Tiefebene wird von den Flüssen Ob und Irtysch durchflossen und bildet das größte Sumpf- und Moorgebiet der Erde. CHMAO ist etwa so groß wie Frankreich, Chanty-Mansijsk die Hauptstadt. Der Distrikt wird heute mehrheitlich von Russen bewohnt. Von den 1,5 Millionen Einwohnern sind etwa 2 Prozent Indigene. Die Region wird ihrerseits „Jugra“ genannt. Nach offiziellen Angaben leben im CHMAO drei zahlenmäßig kleine indigene Gruppen Chanty, Mansi und Nenzy. 10 Prozent von ihnen leben ständig in der Taiga und betreiben Rentierzucht, Jagd, Fischfang und Sammeln. Es sind offiziell etwa 2.500 Menschen als Waldbewohner registriert. Die Mehrzahl der Indigenen lebt in Dörfern und Siedlungen, die während der Sowjetzeit gegründet wurden, um die verstreut in der Taiga lebenden oder in der Tundra nomadisierenden Rentierzüchter und Fischer anzusiedeln. Das Prestige der Indigenen in der russischen Gesamtbevölkerung ist weiterhin sehr gering. In vielen Fällen bestehen ihnen gegenüber auch heute noch Ressentiments, sie werden als arme, alkoholisierte Individuen ohne Kultur gesehen, und zum Teil haben sie diese Bewertungen auch in ihr Selbstbild integriert. Hier geht es zur  Fotogalerie Ugraland – Bilder aus der Region CHMAO.

Die Partnerorganisationen:

Unser sibirischer Kooperationspartner ist ein Initiativkreis der Chanty und Mansi, in dem Erwachsene und viele Studentinnen und Studenten aktiv sind. Die Ehrenamtlichen dort organisieren im Sommer ethno-kulturelle Camps für Kinder und Jugendliche aus der Region, auf denen sie die traditionelle Kultur kennenlernen und sich mit aktuellen Problemen auseinandersetzen können. Das Konzept der Camps ist einerseits, bei den Kindern das Interesse für die eigene kulturelle Herkunft zu wecken und andererseits auch bewusstes Aneignen der Errungenschaften der modernen Welt zu ermöglichen, wie z.B. Nutzung moderner Medien wie Kamera, Computer usw…
Zu den weiteren Zielen der Camps gehören: Förderung von Entwicklung eigener Identität und regionalem Heimatgefühl, Entwicklung einer sensiblen Beziehung zur Natur und Toleranzbildung gegenüber anderen Kulturen. Darüber hinaus ist die Initiative in den Siedlungen vor Ort aktiv. Dort arbeiten sie an Pflege der Traditionen und kümmern sich um Kinder aus sozial schwachen Familien.

BDP Bundesverband e.V.

Der Bund Deutscher Pfadfinder_innen (BDP) ist ein unabhängiger, offener, demokratischer Jugendverband, der die gesellschaftliche Partizipation und Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen zum Ziel hat.

Wir hinterfragen gesellschaftliche Prozesse und Gegebenheiten kritisch und vertreten die Interessen und Meinungen von Kindern und Jugendlichen gegenüber den machthabenden Institutionen. Mit unserer Arbeit wollen wir soziales, politisches und kulturelles Engagement unterstützen, entwickeln und verwirklichen. Bei uns kann jede_r neue, altbewährte, verrückte, utopische, geniale, schräge Ideen einbringen und mit Unterstützung verwirklichen.

Inhalte unserer Projekte entstehen dadurch nicht gezielt von oben nach unten, sondern wachsen organisch durch die Menschen, die im BDP aktiv sind. Darum sind auch die Themenfelder, in denen wir arbeiten teilweise so unterschiedlich. Manche tauchen ausschließlich in einer Region auf, andere ziehen sich durch den gesamten BDP.

fusion_bdp_logo

Öffnet externen Link in neuem FensterCHANCE – BJS gGmbH

CHANCE – Bildung, Jugend und Sport BJS gGmbH, Mitglied im Bund Deutscher Pfadfinder_innen (BDP) e.V.,  ist im Bereich der internationalen Jugendarbeit aktiv. Sie führen Jugendbegegnungen und Fachkräfteprogramme mit Russland, Ukraine, Kasachstan, Belarus und  anderen osteuropäischen Ländern durch. Gleichzeitig werden Projekte mit west- und  mitteleuropäischen Ländern umgesetzt, z.B. mit Portugal, Estland, Tschechien, Serbien u.v.m.
Wesentliche Ziele der Projekte sind der Kontakt zwischen jungen Menschen aus den verschiedenen Projektländern sowie selbstverantwortliche und kreative Auseinandersetzung mit Themen wie kulturelle Verständigung, Diversität, Inklusion, freiwilliges Engagement, demokratisches Denken und umweltbewusstes Handel.

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Unterstützer:

Deutsch-Russische Austauschtreffen werden gefördert aus Mitteln der Öffnet externen Link in neuem FensterStiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch – eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Freien und Hansestadt Hamburg, der Robert Bosch Stiftung und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.

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